Behandlungsplanung in der Vollkeramik und praktische Umsetzung: Optimale Funktion, maximale Ästhetik und wirtschaftlicher Erfolg
Ein Kurs für Zahnärzte und Zahntechniker
(SE 44/ZA)

16.–17.11.2012
Freitag, 9:00–13:00 und 14:00–18:00
Samstag, 9:0012:00 und 13:0016:00

Lebenslauf Jürgen Manhart

1994 Approbation als Zahnarzt nach Studium der Zahnheilkunde an der Ludwig-Maximilians-Universität, München
19942000 Wissenschaftl. Assistent an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie (Direktor: Prof. Dr. R. Hickel) der Ludwig-Maximilians-Universität 1997 Promotion zum Dr. med. dent. (summa cum laude)
Titel der Arbeit: "Marginale Adaptation von Klasse-II Kompositfüllungen in Abhängigkeit von Kavitätengröße, okklusaler Belastung und verschiedenen Dentinadhäsiven"
19971998 Forschungsaufenthalt in Houston, USA Adjunct Assistant
Professor in the Department of Basic Sciences, Biomaterials Research Center (Director: John M. Powers, Ph.D.), UT-Houston Dental Branch, Houston, USA
2001 Ernennung zum Oberarzt an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Ludwig- Maximilians-Universität
2003 Habilitation und Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde"
Titel der Arbeit: "Einfluss unterschiedlicher Parameter auf die Adhäsion kompositbasierter Restaurationsmaterialien an Zahnhartsubstanzen"

Forschungsschwerpunkte
• Mechanismen der Haftung von dentalen Restaurationen an der Zahnhartsubstanz
• Physikalische und mechanische Eigenschaften von Restaurationsmaterialien
• Adhäsive Zahnheilkunde
• Amalgamalternativen (Komposite und Derivate)
• Vollkeramische Restaurationen
• Klinische Studien zu Adhäsiven, Komposit- und Keramikrestaurationen
• Überlebenszeitanalyse konservierendzahnärztlicher Restaurationen

Mitgliedschaften
• International Association for Dental Research (IADR)
• Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
• Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
• Arbeitsgemeinschaft für Grundlagenforschung (AfG)
Mehr als 500 Publikationen, Abstracts und Vorträge auf nationaler und internationaler Ebene.

Hubert Schenk (ZTM)

Hubert Schenk begann seine Ausbildung zum Zahntechniker 1978.
1985 legte er erfolgreich die Abschlussprüfung zum„Odontotecnico“ an der „Scuola Professionale Arti Ausiliarie Sanitarie M.Buonarroti“ in Verona ab. Bis 1989 arbeitete er als Zahntechniker in Bozen und Brixen und kam dann nach Deutschland ins Laboratorium Jan Langner nach Schwäbisch Gmünd. Nächste Station war 1991 das Labor Rainer Janousch in München und nach weiteren Stationen in Stuttgart und Südtirol, kehrte er 1994 nach München zurück und arbeitete dort in den Zahnarztpraxen Dr.Beer und Dr.Oppenberg. 1995 begann Hubert Schenk seine bis heute erfolgreiche Tätigkeit als Referent und Kursleiter im In- und Ausland. Seit 1998 ist er selbstständig im eigenen Labor in München. Im Laufe der Zeit spezialisierte er sich in den Bereichen biomechanische Kauflächengestaltung, Implantatprothetik und Vollkeramik.
Seine Kernkompetenzen sind Keramik und Ästhetik. Hubert Schenk ist Beirat der Fachzeitschrift DentalDialogue/TeamWork Media und Gründungsmitglied der Dental Excellence International Laboratory Group.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Qualitativ hochwertige und klinisch langfristig erfolgreiche Vollkeramikrestaurationen erfordern ein werkstoffgerechtes Denken, Präparieren und Befestigen. Sowohl Zahnarzt als auch Zahntechniker benötigen exakte Informationen über Indikationen, Limitationen und Verarbeitungstechniken. Gleichzeitig erfordert die Umsetzung des für jeden Patienten individuellen funktionellen und ästhetischen Optimums eine enge Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker bereits bei der Behandlungsplanung.

Ein diagnostisches Wax-up liefert wichtige Grundlagen, um den Behandlungserfolg mittels "Backward Planning" zu steigern. Mit der diagnostischen Schablone wird ein intraorales Mock-up erstellt, welches dazu dient, dem Patienten das zukünftige Behandlungsergebnis zu visualisieren und den Abtrag an Zahnhartsubstanz zu minimieren. Mit laborgefertigten Langzeitprovisorien kann durch Konditionierung der Weichgewebe das ästhetische Resultat vor der Anfertigung der definitiven Restaurationen optimiert werden. Bei umfangreichen Rehabilitationen erlauben diese Prototypen den Patienten zusätzlich die Gewöhnung an die neue Situation unter Einbeziehung von Feedback aus dem sozialen Umfeld.

Der Kurs vermittelt äußerst praxisorientiert die Möglichkeiten und Limitationen vollkeramischer Restaurationen, vom individuell geschichteten Veneer bis zur mehrgliedrigen Seitenzahnbrücke aus Zirkonoxid. Kriterien, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden werden detailliert beleuchtet. Die Frage nach der Befestigungsart - kleben oder konventionell zementieren? - wird für alle Restaurationsarten beantwortet. Durch zahlreiche klinische Falldokumentationen werden die einzelnen Schritte und die genaue Abfolge einer jahrelang erprobten, erfolgreichen Teamarbeit im Detail dargestellt, so dass eine Übernahme derartiger Therapiekonzepte in den eigenen Praxisalltag erleichtert wird und auch ästhetisch komplexe Fälle gemeistert werden können. Im Kurs wird ferner auf eine erfolgreiche Kommunikations- bzw. Verkaufsstrategie und die Umsetzung einer dem Aufwand entsprechenden Abrechnung eingegangen.

Grundlagen, Planung und Vorbehandlung
• Übersicht und Eigenschaften der Vollkeramiksysteme (incl. CAD/CAM)
• Biomechanische und biomimetische Aspekte
• Effektive Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker (Ablaufprotokoll)
• Dentale Ästhetik: Analyse und Regeln ("Smile Design")
• Patientenberatung und Behandlungsplanung
• Diagnostisches Wax-up und"Backward Planning", intraorales Mock-up
• Parodontale Begleitmaßnahmen, Erhalt des Alveolarkamms, Stützung der Weichgewebe
• Laborgefertigte Langzeitprovisorien (Prototypen): Herstellung und Ziele

Keramische Inlays, Onlays und Teilkronen
• Präparationsrichtlinien und -art (rotierend / oszillierend)
• Step-by-Step: Einprobe, Inlaykonditionierung, adhäsive Befestigungstechnik
• Adhäsive, Befestigungskomposite, Polymerisations-lampen
• Korrekte und einfache Überschussentfernung, Ausarbeiten und Politur
• Tabletops und Okklusalveneers

Vollkeramikkronen und Vollkeramikbrücken
• Präparationsrichtlinien und -formen
• Abformung und Gewebemanagement
• Gerüststärken bei Kronen und Brücken, Gerüst- und Konnektordesign bei Brücken
• Inlaybrücken im Seitenzahnbereich, minimalinvasive Klebebrücken im Frontbereich
• CAD / CAM-Bearbeitungsstrategien
• Adhäsive Befestigung vs. konventionelle Zementierung
• Vollkeramik auf Implantaten, individuelle Abutments (Zirkonoxidabutments)
• Ästhetische Gestaltung des Brückenzwischengliedes ("Ovate Pontic"-Design)
• Monolithische Zirkonoxidkronen und -brücken: Ersatz für die Vollgussrestauration?
• Wie minimiere ich zeitraubendes Einschleifen und die Gefahr von Chipping-Frakturen?

Keramik-Veneers
• Präparationsrichtlinien und -formen
• Diagnostische Schablone: Hilfsmittel bei Planung und Präparation
• Auswahl der Keramik und Herstellungsmethode
• Ästhetische Einprobe mit Try-in-Pasten
• Adhäsive Befestigung: Schritt für Schritt ("Tack & Wave"-Cure oder Pinseltechnik?)
• Vom Einzelveneer zum kompletten "Smile Make-over"
• Veneers im Seitenzahnbereich
• "No Prep"-Veneers: was kann ich der Werbung glauben?

Probleme, klinische Lebensdauer, Ausblick
Abrechnungsdetails und Verkaufsstrategien

ZFP-Fortbildung: 17 Punkte

Teilnehmerzahl: 25
Gebühr: 580,- €

Anmeldung per spitzhuetl@zafi.at
ZAFI - Zahnärztliche Fortbildung der Landeszahnärztekammer für Wien, 1060 Wien, Gumpendorferstrasse 83/4
Tel. 01 597-33-57-10 oder 12, Fax. 01 597-33-57-13